Warum ich so gerne Tiere zeichne - und wie es dazu kam


Wenn ich in die Augen eines Tieres schaue, sehe ich eine Geschichte. Und die möchte ich erzählen und sichtbar machen. Nichts reizt mich so sehr wie das Zeichnen der Tiere. Warum ist das so?

"Noch sind wir weit entfernt, das tierische

Leben erkannt zu haben, und noch studieren wir

an Tieren, in der Absicht, uns selbst kennenzulernen"

Dieses Zitat sagt schon sehr viel über meine Motivation aus. Wir lieben Tiere, wir beschäftigen uns mit ihnen, aber wir tun das auch, damit wir uns selbst besser kennenlernen. All die Dinge, die wir im Umgang und der Beobachtung mit den Tieren erfahren und lernen, haben immer auch mit den anderen Bereichen unseres Lebens zu tun. Für mich ist das untrennbar miteinander verbunden.

Die Beschäftigung mit den Tieren zieht sich durch mein ganzes Leben. Auch wenn es da eine größere Pause gab. Als Kind schon habe ich alle - ok, nicht ganz alle - Hunde der Nachbarschaft eingesammelt und nach Hause gebracht, um meine Eltern davon zu überzeugen, dass ein Hund eine Bereicherung für unsere Familie sei. Irgendwann hat das dann auch geklappt. Zuvor hatten wir die kleineren Tiere Vögel, Kaninchen und Katzen. Dann - wirklich sehr viel später - kamen die Pferde. Mit ihnen habe ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt. Allerdings erst als Späteinsteigerin. Immerhin kosten sie ein bisschen und das war für mich nicht früher machbar. Die Pferde begleiten mich jetzt seit etwas mehr als 18 Jahren. Sie wurden zu einem wichtigen Ausgleich zu meiner Arbeit und haben mir oft gezeigt, worum es im Leben wirklich geht. Sie sind ein wichtiger Teil meiner Familie geworden. Ebenso wie die Katzen und der Hund.

Wie es begann

Um 2008 fing ich wieder mit dem Zeichnen an. Lange Zeit davor, etwa 20 Jahre war es kein Thema für mich. Nach meiner Ausbildung als Gestaltungsassistentin, in der Zeichnen eine große Rolle spielte, habe ich den Stift nicht mehr in die Hand genommen. Andere Dinge drängten sich in den Vordegrund, aber Irgendwann aber hat es mich wieder gepackt und ich habe ein kleine Skizze gemacht...klein und vorsichtig,..abends auf dem Sofa.

Hier ist sie: Meine erste TierZeichnung

Eine kleine Kopfstudie, schnell mit Bleistift aufs Papier gebracht....

Meine erste Zeichnung seit ca. 20 Jahren

Mein Pferd Carino musste dafür Modell stehen. Ich hatte gerade ein Foto parat. Irgendwann haben Freunde und Bekannte diese Zeichnung gesehen und mich ermutigt, weiterzumachen. Das hat mich sehr motiviert und damit begann meine Beschäftigung mit der Tierzeichnung. Zwischendurch gab es auch wieder Unterbrechungen, aber in den letzten 2 Jahren hat mich die Freude daran wieder richtig erfasst und so hat sich doch einiges getan. Ich habe mich auf die Pastellzeichnungen spezialisiert, viel in Material investiert, getestet, ausprobiert, verglichen und kann mittlerweile gut sagen, welche Motive auf welchen Materialien mit welchen Stiften oder Kreiden welche Wirkung haben werden.

Das Ausprobieren und Testen hört jedoch nie auf. Ich beschäftige mich einfach sehr gerne mit der Materie Stift, Papier, Zeichnen und möchte es natürlich gerne perfektionieren. Hier habe ich in diesem Jahr einen neuen Papiergrund ausprobiert: UART 800 und wieder ganz neue Erfahrungen gemacht.

Meine bunten Tierportraits

Seit Anfang 2017 setze ich Tierportraits auch in Aquarell-Mixed-Media Techniken um. Nie zuvor war ich der Meinung, dass ich mit Pinsel und Farben in dieser Form umgehen könnte, aber dann habe ich es einfach probiert. Zu Verdanken habe ich das ganz eindeutig Clarissa Hagenmeyer und ihrem Tutorial "Happy Bird", das mich ermutigt hat, mich einfach mal hinzusetzen und den Pinsel in die Hand zu nehmen - ohne Anspruch auf Perfektion. Nach und nach habe ich dann begonnen, die bunten Tierportraits zu erstellen.

Ein Beispiel:

Eines meiner ersten bunten Werke (mehr Beispiele => Galerie "Bunte Tiere")

Mittlerweile habe ich einige Portraits angefertigt und ich lerne immer dazu, probiere auch hier immer wieder neue Ansätze aus. Ein paar Beispiele habe ich hier für dich zusammengestellt.

Wie ein solches buntes Tierportrait entsteht habe ich in einem weiteren Beitrag beschrieben. Zum Beitrag

Was mir soviel Spaß macht...

Wenn ich Tiere zeichne, nehme ich mir viel Zeit dafür. Wenn es zur Umsetzung eines Auftrages kommt, ist mir in der Regel schon einiges über das Tier bekannt und meist habe ich auch schon das eine oder andere Wort mit den Besitzern gewechselt, so dass ich ein Gefühl für die Situation entwickeln kann, in der dieses Portrait entsteht - und welche Rolle es spielt.

Das ist mir sehr wichtig und es begleitet mich während des Zeichnens. Ich möchte etwas ganz besonderes für den Besitzer erschaffen und dabei auch dem Tier gerecht werden.

Oft erscheint es mir so, als beginnt hier meine eigene Beziehung zu diesem Tier. Mich mit den Details zu beschäftigen, die wichtigen Charakteristika zu erfassen, den speziellen Augenausdruck wiederzugeben. Das alles ist es, was mich fasziniert. Wenn mich mit den Augen das Tier bereits so anschaut wie auf dem Bild oben, dann fühle ich mich auf einem guten Weg, dann ist auch der wichtigste Schritt getan. Dann beginnt diese Phase, in der ich oft das Gefühl habe, das Tier zu streicheln, wenn ich es zeichne.

Beispiele für Pastellzeichnungen

Mehr Beispiele findest du in der Galerie Pastellzeichnungen

Die Geschichten hinter den Bildern

Hinter jedem Portrait, das ich erstelle, steht also eine Geschichte. Eine Geschichte von Menschen, die sich selbst eine Freude machen wollen, die ein Geschenk für einen lieben Menschen organisieren oder sich eine besondere Erinnerung an ein bereits verstorbenes Tier wünschen. Vor diesem Hintergrund ergeben sich oft interessante Gespräche und emotionale Momente. Und mit diesem Vorgang wird meine Zeichnung und ich irgendwie ein Teil dieser Geschichte.

Die größte Freude ist es dann für mich, wenn es klappt, wenn das Portrait so gelungen ist, dass der Besitzer oder der Beschenkte einfach glücklich ist. Dann ist für mich das Ziel erreicht. Denn es ist einfach ein schönes Gefühl, mit dem, was man kann, soviel Freude bereiten zu können.

Du auch?

Wenn es dich jetzt auch gepackt hat und du Lust auf eine Zusammenarbeit mit mir hast, wenn du herausfinden willst, wie wir deinen Liebling am besten zu Papier bringen können, realistisch oder in bunten Farben, wenn du Eure Geschichte erzählen willst, dann melde dich doch einfach bei mir. Ich freue mich auf deine Ideen und Wünsche


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