Das Wichtigste sind die Augen - Die Fotovorlage


Dies ist mein Mein kleiner „großer“ Fotoleitfaden für gute Fotovorlagen für Tierportraits. Wie man eine gute Vorlage für ein Tierportrait selbst erstellen kann.

Du bist kein Profifotograf? Macht nichts, das bin ich auch nicht. Lass Dich nicht einschüchtern.

Es gibt durchaus ein paar Dinge, die wir auch als Fotografen-Laien ganz gut beeinflussen können. Hier erhälst du ein paar wesentliche Informationen, die das Ergebnis entscheidend beeinflussen können.

  • Die Aufnahmeposition. Wie erwische ich den besten Moment

  • Die Lichtverhältnisse. Fotografiere ich innen oder außen

  • Der Einsatz der Zoom-Funktion

  • Der ungeliebte rechtliche Aspekt

In eigener Sache

Je besser die Fotovorlage ist, je mehr Details sie zeigt, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Ergebnis am Ende genau das zeigt, was du erwartest, nämlich Deinen Vierbeiner, genauso wie Du ihn kennst und liebst – und auf deiner Zeichnung sehen willst. Das kann und wird funktionieren, wenn du mir ein wenig dabei hilfst. Ich zeichne bei den realistischen Portraits nämlich genau das, was ich sehe – und ich liebe es, mich dabei mit den Details zu beschäftigen Was ich nicht sehe, kann ich nicht darstellen. Klingt einfach. Ist es auch. Der entscheidende Unterschied zwischen dir und mir ist dabei nämlich dass du in der Regel sehr genau weißt, dass das Auge, das kaum erkennbar schemenhaft im Schatten liegt, z.B. einen breiteren schwarzen Lidrand hat, als das, was gut und deutlich zu sehen ist. Ich jedoch weiß das nicht, da ich das Tier nicht so gut im Detail kenne wie du. Aber es sind eben ganz genau diese kleinen Details, die am Ende das Ergebnis beeinflussen und die am Ende dazu führen, dass du das Bild in den Händen halten und sagen kannst: „Ja, das ist mein Willi“.

Das Beispiel zeigt schon: Das Wichtigste sind die Augen. In den Augen siehst du den Charakter und den Ausdruck des Tieres – die Seele eben. Das bedeutet ganz klar: Wenn die Augen gut erkennbar sind, ist (fast) alles gut. Wenn nicht – dann nicht.

Wie sieht also eine gute Fotovorlage aus?

Die Bilder in diesem Beitrag stammen alle von einer Kundin. Die Zusammenarbeit mit ihr hat mir viel Freude gemacht. Gemeinsam haben wir es geschafft, das richtige Vorlagenfoto auszuwählen und konnten so ein schönes Ergebnis erzielen. Im übrigen fertigt sie in liebevoller Handarbeit wunderbare Kuscheldecken für Hund und wenn Hund ihn lässt, auch für den Menschen. Schau doch auch dort einmal vorbei. => Tips und Taps Schmusereien

Die Aufnahmeposition

Das Tier sollte etwa in Augenhöhe aufgenommen werden. Niemals von schräg oben. Es sein denn, genau dieser Effekt ist erwünscht.

Im folgenden Bild ist das Tier von schräg oben aufgenommen. Es ist zwar eine schöne Momentaufnahme, allerdings für ein Portrait weniger geeignet (auch wenn die Augen gut sichtbar sind). Das Ergebnis wird unnatürlich aussehen. Außerdem stimmt hier die Auflösung nicht, dazu aber später mehr

Im folgenden Bild ist es perfekt:

Das Tier ist etwa in Augenhöhe aufgenommen, recht gleichmäßig ausgeleuchtet und in einer guten hohen Auflösung

Besonders, wenn es sich um eine Portraitzeichnung handelt, sollte der Kopf das Bild füllen. Fotografiere von vorne. Vielleicht auch von schräg vorne und achte darauf, dass – du wirst es ahnen – die Augen gut erkennbar sind. Beide! Du kannst gerne auch Bilder von der Seite machen. Auch das ist eine Möglichkeit. Mach ruhig verschiedene Varianten und schick Sie mir alle zu. Zum einen bekomme ich einen viel besseren Eindruck vom Tier in verschiedenen Perspektiven, zum anderen kann ich es sehr genau von allen Seiten studieren und Bereiche, die eventuell auf einem Bild schlecht erkennbar sind, aus einen anderen Bild als Vorlage nehmen.

Das licht bei Außenaufnahmen

„Ok, dann warte ich mal auf einen schönen sonnigen Tag und mache dann die Bilder…“

Ja, aber…

Das ist ein ganz spannendes Thema. Entgegen der Annahme, dass strahlender Sonnenschein ganz wunderbar passende Bilder in hervorragender Qualität liefert, ist in der Regel genau das Gegenteil der Fall. Es sei denn, ein wirklich sehr erfahrener Fotograf nutzt die sehr kontrastreichen Licht- und Schattenverhältnisse entsprechend künstlerisch. Meist aber fotografieren wir ja selbst - ich bin da auch kein Profi . Das bedeutet oft, dass bei diesen Verhältnissen eine Seite des Kopfes hell und strahlend ausgeleuchtet ist, die andere entsprechend im Dunkeln liegt. Das mag für eine Alltags-Fotografie reizvoll sein, aber für eine realistische Portraitzeichnung ist es in der Regel leider eine sehr schlechte Voraussetzung (s.o.) . Es sei denn – wie gesagt du weißt schon - das künstlerischen Fotoportrait soll abgezeichnet werden.

Was ist also zu tun?

Am besten sind diese Tage, an denen es schön hell ist, aber auch gleichmäßig wolkig trüb. Je nach Qualität der Kamera ist es manchmal gar nicht schlimm, wenn es nicht sehr hell ist. Hauptsache das Licht ist gleichmäßig. Dadurch sind die Lichtverhältnisse auch nicht so kontrastreich und du kannst das Tier draußen in recht gleichmäßigem Licht fotografieren. Es ist also gar nicht nötig, auf diese seltenen glasklaren sonnigen Tage zu warten. Das ist doch schonmal was.

Das Licht bei Aufnahmen in Innenräumen

Bitte benutze KEINEN Blitz. Das führt zu ähnlichen Effekten, wie starke Sonneneinstrahlung.

In der Regel gelingen Bilder, die außen gemacht werden, aufgrund der Lichtverhältnisse sehr viel besser, als in Innenräumen, die oft sehr punktuelle Lichtquellen haben und entsprechend ungleichmäßige Ausleuchtung bieten.

Passende Kameraeinstellungen

Wenn du mit der Handykamera fotografierst – was durchaus gute Ergebnisse liefern kann, wenn man ein paar Dinge beachtet – solltest du auf ein paar Dinge achten. Das gilt natürlich insgesamt auch für Digitalkameras.

Die Auflösung

Wähle eine möglichst hohe (feine) Auflösung. Bei diesen Vorlagen kann man gut hineinzoomen und die Details sehen. Hier ein Beispiel:

Hier habe ich hineingezoomt und die Details lassen sich gut erkennen. (Hach, diese schönen Augen...)

Bei diesem Ausgangsbild wird es schon schwieriger:

Der Blick ist zwar herzerweichend, aber beim Hineinzoomen "verpixeln" die Details. Ich kann mir zwar aufgrund meiner Erfahrung ganz gut zusammenreimen, wie ein Hundeauge aussieht, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit meiner Einschätzung daneben liege, leider hoch, denn es kommt gerade hier auf die Details an, die den Ausdruck des Hundes ausmachen. Ein falsch gesetzter Lichtpunkt hier, ein zu schmaler "Lidstrich" dort und zack... ist der Ausdruck dahin.