Magic Eye | Pastellzeichnung im Vergleich

27 Dec 2017

Bei jedem anstehenden Tierportrait überlege ich mir, auf welchem Material das Motiv am besten zur Geltung kommen wird. Um das beurteilen zu können, beschäftige ich mich sehr gerne mit den unterschiedlichen Pastellkreiden, Pastellstiften und ihrer Wirkung auf den verschiedenen Zeichengründen. Hier erfährst du, wie es mir dabei ergangen ist

Das Motiv

In 2017 hatte ich einen Kundenauftrag, für den ich das Rhodesian Ridgeback Paar Leah und Lenny zeichnen durfte. Für diesen Auftrag stand ich in engem Kontakt mit der Kundin, die mir für die richtige Motivauswahl etliche Fotos zur Verfügung stellte. Dafür war ich sehr dankbar. Unter den Fotos war auch eine Nahaufnahme von Lennys Augen in einer wunderschönen Nahaufnahme.

 

Die Vorlage zeigt derart schöne Details, dass ich mein Vorhaben, endlich mal einen Materialvergleich zu machen, tatsächlich auch umgesetzt habe. 

 

Im Anschluss an diesen Artikel habe ich für Euch eine Linkliste der hier im Beitrag genannten Artikel zusammengestellt.

 

Test Nummer 1 - MiTeintes -Vorderseite

Verwendetes Material:

  • MiTeintes Pastellpapier von Canson (Vorderseite)

  • Carbothello-Stifte von Stabilo

  • Polychromos Pastellkreide von Faber-Castell

  • Pit Pastellstifte von Faber-Castell

 

Im ersten Test wollte ich wissen, wie sich eine solch detaillierte Zeichnung auf MiTeintes - Pastellpapier umsetzen lässt. Ich habe hier hauptsächlich mit Carbothello Stiften und den Pit Pastellstiften und  -kreiden von Faber-Castell gezeichnet.

Das Ergebnis des ersten Tests

Das MiTeintes Papier ist ein oft verwendetes Pastellpapier in der Stärke von 160 g/qm. Es zeigt auf der Vorderseite eine recht grobe etwas kachelige Oberfläche. Der Hersteller nennt es "Bienenwabenstruktur". Das Papier ist vielseitig nutzbar und eben auch für Pastellzeichnungen. Die Struktur ist in meinem Beispielbild das sehr gut zu erkennen. Diese Struktur wird immer durchscheinen. Ein Effekt, der sehr reizvoll sein kann, aber nicht immer erwünscht ist. Die Pastellfarben lassen sich sehr gut verwischen, was aber auch gleichzeitig bedeutet, dass sie nicht sehr gut haften. Eine Fixierung der fertigen Zeichnung ist daher empfehlenswert. Beim Zeichnen muss man sich darauf einstellen, dass das Papier nicht ganz so viele Schichten aufnimmt, wie z.B. Pastelmat von Clairefontaine. Ein wenig ist das durch Fixierung auszugleichen, so dass man eine weitere Schicht auftragen kann, aber das sollte man nicht zu oft wiederholen.

 

Ein großer Vorteil: Das Papier gibt es fast allen erdenklichen Farbnuancen. Da findet sich für jeden Zweck die richtige Farbe. Zudem ist es etwas günstiger als z.B. Pastelmat.

 

Ich verwende hier in der Regel meist die Kombination von Pit Pastellkreiden und Stiften. Beide sind etwas härter als die oben aufgeführten Softpastelle, lassen sich aber auf dem Papier sehr gut verwischen, haften gleichzeitig aber auch gut. Insgesamt ergibt dies einen etwas leichteren, weniger pastösen Stil.

 

Ich mag das durchaus und verwende diese Kombination am liebsten  für Pferdezeichnungen, die - wie ich finde - auch schön wirken, wenn sie einen leicht transparenten Stil zeigen. Und einer leicht fliegende Pferdemähne kann ich hier eine schöne Leichtigkeit geben.  Dass die Struktur dabei durchscheint, finde ich in diesen Fällen tatsächlich schön. Es gibt der Zeichnung einen ganz eigenen Stil. Ich mag es.


Umsetzungsbeispiele für Pastellzeichnungen auf MiTeintes Zeichenpapier von zwei Pferdeportraits aus meiner Galerie:

 

 

 

Test Nummer 2 - MiTeintes - RücksEite

Verwendetes Material:

  • MiTeintes Pastellpapier von Canson (Rückseite)

  • Carbothello-Stiffte von Stabilo

  • Polychromos Pastellkreide von Faber-Castell

  • Pit Pastellstifte von Faber-Castell

 

Im zweiten Test habe ich die das Zeichenpapier einfach mal umgedreht, aber sonst das selbe Material wie in meinem ersten Test benutzt.

Das Ergebnis des Zweiten Tests

Das Ergebnis gleicht dem aus dem ersten Test, daher kann ich mich hier eher kurz fassen. Stifte und Kreiden verhalten sich ganz genauso wie auf der Vorderseite. Der Unterschied ist lediglich, dass die Struktur nicht durchscheint - weil es keine gibt. Wer also die selben Eigenschaften nutzen möchte, aber die Struktur nicht mag, dreht das Papier einfach um um mal auf der Rückseite. Alles ist erlaubt.

 

 

Test Nummer 3 - Pastelmat

Bei diesem Versuch habe ich die Papier-Stift-Kreide-Kombination ausgesucht, die ich in der letzten Zeit am häufigsten für meine Tierzeichnungen verwendet habe.

 

Verwendetes Material:

  • Pastelmat von Clairefontaine. 

  • Carbothello von Stabilo

  • Pit Pastellstifte von Faber-Castell

  • weiche Künstlerpastelle von Rembrandt

  • Panpastel (ein wenig)

Das Ergebnis des Dritten Tests

Pastelmat ist ein feinkörniges Pastellpapier von der Stärke 360 g/qm, die Oberfläche fühlt sich schon fast samtartig an, man könnte aber auch sagen, wie ein ganz feines Schleifpapier. Das Papier wurde speziell für den Einsatz für die Pastelltechnik entwickelt. Es ist sehr langlebig und vor allem kann es viel Farbe in vielen Schichten aufnehmen. Die Farben haften sehr gut darauf und in der Regel ist eine Fixierung der Zeichnung tatsächlich nicht nötig. 

Das unterscheidet das Papier grundsätzlich von den meisten anderen Papiersorten. Gerne wird es in einem Zug mit Pastelcard von Sennelier genannt. Das jedoch habe ich noch nicht ausprobiert, bin aufgrund von vielen Tests anderer Kollegen aber zu dem Schluss gekommen, dass ich bei Pastelmat bleibe.

 

Ich will jedoch nicht unerwähnt lassen, dass das Papier auch sehr empfindlich ist. Bei der Bearbeitung solltest du immer ein transparentes Papier unterlegen, damit du den Malgrund nicht unbeabsichtigt verschmierst. Auch auf Feuchtigkeit reagiert das Material nicht gerade positiv. Es könnte weiße Flecken geben. Aber es ist machbar. Und wenn das jemand wie ich sagt, die gerne mal "rumschmiert", dann sollte das etwas heißen. :)

 

Pastelmat ist einfach unschlagbar, wenn es um die Ausarbeitung von feinen Details geht. Du kannst mit Softpastellen oder Panpastel wunderbar vorgrundieren und dann in mehreren Schichten die Details einarbeiten. 

 

Beispiel "Hilde"

 

Mein Fazit:  Es kommt darauf an

Zuallerst: Es gibt noch soviel auszuprobieren und das Schreiben des Beitrags hat meine Lust darauf wieder geweckt. Es gibt unendlich viele Papiersorten, Kreiden und Stifte und sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Aus diesem Grund ist die Frage, welches Material man denn nun verwenden solle, so nicht zu beantworten. Wie so oft lautet hier die Antwort: Es kommt darauf an.

 

Ich habe diesen kleinen Test gemacht um für mich persönlich noch einmal herauszubekommen, für welche Motive ich welches Papier nehmen sollte. Pferde male ich lieber auf MiTeintes, Hunde lieber auf Pastelmat. Aber auch da kommt es wieder darauf an. Gerade versuche ich mich mal wieder mit einem Hund auf MiTeintes. Dazu bald mehr. :)

Material- und linkliste

 

1. Zeichengrund

2. Pastellstifte

3. Pastellkreiden

4. Panpastels,

 

Alle Farben (bis auf die  RAPHAËL® Softpastelle sind auch als Einzelfarben erhältlich, so dass du nicht immer gleich die ganze Staffel bestellen musst, sondern die Farben so zusammenstellen kannst, wie du sie benötigst.

 

Wenn Du noch Fragen zum Material hast, kommentiere gerne oder schreibe mir. 

Ich bin auf deine Erfahrungen und Fragen gespannt. 

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© 2019 Bettina Kröger  |  Tierportraits - Farbe der Tiere  |  29690 Gilten  |  Tel. 05071-968812 oder 0171/674 38 50 |

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